Der rein ideologisch motivierte (sachlich völlig unbegründete) und absolut übereilte Ausstieg aus der Kernenergie in Deutsch- land lässt eine Diskussion gar nicht erst aufkommen, dass diese Technologie noch gar nicht zur vollen Blüte ent wickelt war. Weder war UO2 die Brennstoffform der Wahl, noch war der Leichtwasserreaktor in nur zwei Varianten (als Druck- bzw. Siedewasserreaktor) das Nonplusultra. Vielmehr war dies die Technologie der 50iger Jahre und hatte sich eben nur zum Bau/ Genehmigung bewährt. Wenn Journalisten auf das „Atomzeit- alter“ zurückblickten, dann wurden der Hype auf „radioaktive Zahnpasta“, die Zähne zum Leuchten bringen sollte, oder die Idee mit Kernwaffenexplosionen Seen und Staudämme zu bauen, reduziert. Dabei hatte das Fachgebiet in den Jahren bis Tschernobyl die besten und schlausten Köpfe angezogen und brillante Ideen hervorgebracht.

Von Politikern  geprägte Begriffe wie „Brückentechnologie“ sollten jede Idee im Keim ersticken, in dieser Technologie eine Zukunft zu sehen. Die sachliche Diskussion war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr möglich und an den Universitäten und Forschungsinstituten war das Thema „durch“, weil es längst keine Forschungsmittel mehr gab.

Aber ist das alles so Schwarz/Weiß?

 

Wenn man von London nach New York in einer Stunde fliegen kann, oder von Frankfurt nach Los Angeles in weniger als 3 Stunden (gar nicht zu reden von Sydney), dann sollte man das doch tun. Das Überschallflugzeug Concorde verbrauchte unglaubliche 25’680 Liter pro Stunde Treibstoff, um maximal Mach 2,2 bzw. 2405 km/h zu erreichen. Zukünftige Flugzeuge sollten noch deutlich schneller sein; bei Mach 4,5 erreicht man Los Angeles von Frankfurt aus in weniger als 3 Stunden. Angetrieben können diese Flugzeuge aber entweder mit Wasserstoff oder anderen explosiven Gasen, oder eben nuklear. Also wenigstens für mich ist klar, eh ich auf einer Wasserstoff- Rakete sitze, wäre mir ein kleiner Kernreaktor deutlich sympathischer.

Die beschränkte Leistungsdichte chemischer Treibstoffe im Vergleich zu nuklearen Antrieben ist für zukünftige  “deep space” Weltraummissionen eine klare Sache. Da geht es ohne Isotopenbatterien und kleine nukleare Antriebe gar nicht.

Aber diese Leistungsdichte sollte uns auf unserem “blauen Planeten” auch für die Schifffahrt wieder in den Sinn kommen. Da waren wir Deutschen mit unserem nuklear angetriebenen Schiff “Otto Hahn” schon einmal Vorreiter. Anstatt Schweröl oder Diesel geht eben nur Wasserstoff oder Kernreaktor.

Vielversprechendes

Auf diesen Seiten werden wir über vieles mehr berichten, z.B. nuklear angetriebene Autos, Züge (gerade für die USA interessant) und Raketen. Das ist alles nicht neu, der Ford Nucleon war z.B. eine frühe Studie zur Machbarkeit von Autos, die mit einem Kernreaktor angetrieben werden sollten.

Wir wollen auf diesen Seiten aber noch tiefer in die innovative Kerntechnik schauen und Ihnen
z.B. den UF6-Plasma-Reaktor vorstellen (Uranhexafluorid als Gasphasenreaktor). Hier liegt das Besondere daran, dass nicht die Hitze des Plasma (aus der Kernspaltung getrieben) auf einen Sekundärkreislauf übertragen wird und dann einen Turbine antreibt, sondern das Leuchten des Plasmas selbst genutzt wird. Dabei geht man davon aus, dass sich Licht über große Distanzen verteilen läßt, besser als Strom, der hohe Verluste bei der Übertragung erfährt.

Aber auch die direkte Umwandlung der Energie, die beim radioaktiven Zerfall bzw. bei der Kernspaltung in Form der Ladung und kinetischen Energie der Spaltfragmente frei wird, wollen wir hier vorstellen und weitere Forschungen auf diesem Gebiet motivieren.

Sie dürfen gespannt sein und zwischenzeitlich auf der Webseite www.kernenergie-wissen.de
mehr über die “bisherige” Kerntechnik lernen, die wir in Deutschland für die absurde Idee aufgegeben haben, mit “Kranich-Häckslern” und Solarzellen (deren Herstellung giftige Abfälle produziert, die selbst in 100’000 Jahren noch giftig sind) eine Industrienation mit Strom zu versorgen. Mögen unsere Enkelkinder diesen Politikern und grünen Ideologen vergeben können.

 

Kernenergie ist tod?

Foto mit Erlaubnis von Charles Stevens (Research Director of Fusion Energy Foundation & Engineering, früher Laser Power Systems in Connecticut

Innovative Kernreaktorkonzepte

”Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil”              (Albert Einstein)

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